Kino im Kellertheater: Dieter Roth

Der Film. Das Leben. Die Kunst.

Rückblick auf ein Universalgenie.

Freitag, 15. Juli 2016 im Kellertheater

Eintritt: Fr. 15.-; Kassaöffnung und Apéro ab 19 Uhr

Vorverkauf: siehe allgemeine Informationen.


Ein Film aus dem Jahr 2003
Buch und Regie: Edith Jud
Produktion: RECK Filmproduktion, SRF und 3sat
Kamera: Pio Corradi
Schnitt: Loredana Cristelli
Ton: Martin Witz, Olivier JeanRichard
Musik: Dieter Roth
Einführende Worte zum Film: Werner Feller


Der in Hannover geborene Schweizer Künstler Dieter Roth (1930 – 1998) tritt in eigenen Videos auf, als Performer oder Selbstdarsteller seines Alltags. Diese Dokumente und die Werke bilden Mitte und Ausgangspunkt des Portraitfilms «Dieter Roth. Der Film. Das Leben. Die Kunst.>> Sie fahren an die Schauplätze seines Wirkens und zu seinen Mitarbeitern, Weggefährtinnen und Weggefährten – auch sie sind dokumentarisch festgehalten. Sie erzählen und erinnern aus dem Heute an schöpferische, wilde, zärtliche und traurige Augenblicke mit Dieter Roth. Hauptperson im Film ist sein Sohn Björn: Er hat die letzten 20 Jahre zusammen
mit seinem Vater gearbeitet.

Festivalbrunch <<zugefallen>> - Hommage Dieter Roth

Sonntag, 17. Juli 2016, ab 10:00 Uhr (Hotel Krone)

Sichern Sie sich einen Platz in der Gaststube. Wir erwarten gerne Ihre Anmeldung: Katrin und Ernst Aebi, Hotel Krone, 032 631 70 70, hotel@krone-wangen.ch
Fr. 35.– pro Person, inkl. Kaffee zum Dessert.
Kinder bis 12 Jahre Fr. 2.– pro Lebensjahr.


Im Hotel-Restaurant Krone mitten im Städtchen Wangen an der Aare können Sie sich an einem reichhaltigen, einmaligen Buffet an diversen kulinarischen Köstlichkeiten erfreuen. An diesem Tag werden Hartwig Roth (Bruder von Dieter Roth) und die drei Künstler anwesend sein, und im Rahmen des Brunchs bietet sich die Gelegenheit für Gespräche und das Kennenlernen der drei Graffitischmierer.


Im Anschluss an den Brunch können Sie die Kunstausstellungen auf dem Roth(en)weg bei einem Spaziergang besichtigen. 

Um 14 Uhr führen Sie die Protagonisten der Hommage Dieter Roth, GEN ATEM,  S213 und Yves Lavoyer über das Areal der Graffiti/Streetart im Schlossgarten (Details siehe weiter unten).


Schlossgarten / Dokumentation im Schlosskeller

Drei Graffitischmierer stolppern über Dieters zu grosse Schuhe und fallen vornüber auf den Vorplatz des Kunsttheaters. Entlang des Meisters Spuren kraxeln sie durch seine Vergangenheit, holen ihn zurück in die Gegenwart. Lassen sich leiten von laienhaften Leitern und zufälligen Störungen. Im gestörten Stöbern der Andern, versichert durch ein -UN-, D ordentlich, arbeiten die drei als Crew am Rand, abfallend oder zu zufallend, arbeiten ab- und zu, arbeiten von a-z. Sie schreiben auf den Wänden der urbanen Chronik und in den Schatten der digitalen Tiefsee.


Dieters Auferstehung als Vandalismus-Clown sollte gedacht sein um zu gefallen¿¿¿ gefällt, gefiel er, fiel er oder lebt er? kann er nun nicht mehr? oder bellt er immer noch?


«zu_(gern) _gefallen», eine Prozessarbeit mit roten Köpfen und ruhigem Atem im Schlossgarten und im Schlosskeller.


Yves Lavoyer (CH)

… ist unterwegs… … auf dem Fahrrad und zu Fuss… ist er…? … er ist… unterwegs, dokumentiert zeichnerisch und fotografisch. … ist unterwegs… …auf Hauptstrassen und Wildpfaden geht er…?… 

Er geht unterwegs in die Strassengraben und hört zu. Hört zu, den Dialogen zwischen den zerkrümelten Relikten der Konsumwelt und den Totenschädeln, hört zu, der Stille zwischen dem Gedonner der Motoren, hört zu, gehört dazu ohne wegzuschauen! Er geht weiter und lässt seine Gedankennetze immer wieder zurück in den vom Zweck befreiten Zwischenräumen der urbanen Landschaft und ihren Spielplätzen. … ist unterwegs …

S213 (CH/A)

seit 1987 freie Umsetzungen von diversen Graffiti-, Urbanart-, Turntable-, Sampling und Multimediaprojekten. Seine Werke stehen, fahren und verrotten in Deutschland, Italien, Tschechien, Schweiz und USA. 

Er fühlt sich zu Pseudonymen und Identitäten, Streichen und Irritationen, Paradoxen, Plagiaten sowie Fälschungen hingezogen. Der (unmöglichen) Migration von Graffiti in die Bildende Kunst widmet er seine Werke.

GEN ATEM (aka GEN U ONE; CH/USA)

lebt und arbeitet in Zürich und New York. Pionier der europäischen Urban Art-Bewegung. Begründer der neuen Kunstrichtung «Vandalism». 

Interdisziplinäre Performance und Ausstellungen mit Rammellzee in den 80er Jahren. Ausbildung zum Zen-Priester und Meditationslehrer in den 90er Jahren. 

Zahlreiche Einzel- und Gruppen-ausstellungen in New York City, Paris, Amsterdam, München, Zürich, Bregenz, Istanbul und Tokio.